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Das moderne TGW-Logistikzentrum in Wangen an der Aare wurde 2012 bezogen. Es bietet eine auf Blumen und Pflanzen ausgerichtete Infrastruktur.

Der effiziente und wirtschaftliche Transport zählt zu den Eckpfeilern der Firmenphilosophie.

Ob Weihnachtsbäume aus Dänemark (Bild) oder Blüh- und Grünpflanzen aus den Niederlanden – die weltweite Beschaffung der Blumen und Pflanzen wird durch das TGW Beschaffungs­team koordiniert.

Jens Horschig ist der Leiter BU (Business Unit) Marketing/Beschaffung bei der TGW.

Auf einer Gesamtfläche von 23 000 m² verfügt das spezialisierte Logistikunternehmen über eine Verarbeitungs- und Umschlagsfläche mit acht klimatisierten Sektoren.

Zur Qualitätssicherung werden die entsprechenden Parameter beim Wareneingang, bei der Kommissionierung und beim Warenausgang digital erfasst.

Abgestimmt auf die Bedürfnisse der verschiedenen Blumen- und Pflanzenarten sind unterschiedliche Lagerräumlichkeiten vorhanden – bis hin zum Kaltgewächshaus.

Über 30 Millionen Verkaufseinheiten werden in den klimatisierten Abpackhallen kommissioniert und bis zur verkaufsfertigen Ware konfektioniert.

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TGW – Experten der Blumen- und Pflanzenlogistik

Im modernen Logistikzentrum der Transportgemeinschaft AG (TGW) in Wangen an der Aare werden jährlich über 30 Millionen Blumen- und Pflanzenverkaufseinheiten kommissioniert und konfektioniert.  Wir stellen das innovative Transport- und Logistikunternehmen vor.

Die Transportgemeinschaft AG (TGW) in Wangen an der Aare ist auf die Logistik von Blumen und Pflanzen spezialisiert. Das moderne Logistikzentrum an zentraler Lage liegt nur einen Steinwurf  von der Autobahn A1 entfernt. Auf einer Gesamtfläche von 23 000 m² bietet der industrielle Minergiebau eine Produktions- und Umschlagfläche mit acht klimatisierten Sektoren, darunter ein Kaltgewächshaus und Kühlräume. 

Weltweite Beschaffung von Blumen und Pflanzen

Ob Rosen aus Ecuador und Afrika, mediterrane Pflanzen aus Italien oder Spanien, Blüh- und Grünpflanzen aus den Niederlanden oder Weihnachtsbäume aus Dänemark – das TGW-Beschaffungs­team koordiniert für seine Kundschaft den weltweiten Erwerb von Blumen und Pflanzen. Jährlich werden in Wangen über 500 000 Paletten Topfpflanzen und Schnittblumen umgeschlagen. Die Logistikexperten können auf eine treue Kundschaft zählen, darunter Unternehmen aus dem Detailhandel, Grossverteiler und Discounter. 

«Wir bieten ein Rundum-sorglos-Paket, bei dem wir unsere Kunden bereits bei der Konzeption und Sortimentsauswahl begleiten», erläutert Jens Horschig, Leiter BU Marketing/Beschaffung und Mitglied der Geschäftsleitung. Der zuverlässige, schnelle und reibungslose Warenfluss sei seit den Anfängen der Schlüssel zum Erfolg. Als eine besondere Herausforderung bezeichnet er die vergangenen zwölf Monate. Die Corona-Pandemie habe, so Horschig, die Planung der Produktionsbetriebe in den Niederlanden und anderen Ursprungsländern stark beeinträchtigt. Die Entwicklung der Situation sei kaum absehbar gewesen. Hinzu kamen reduzierte Frachtkapazitäten, da wegen der Reisebeschränkungen die Frachträume der Passagierflüge nicht mehr verfügbar waren. Die grosse Nachfrage in Kombination mit geringeren Frachtkapazitäten liess die Preise in den Ursprungsländern explodieren. Inzwischen habe sich die Lage etwas entspannt, berichtet Horschig. «Wir konnten die Situation dank unserer Planung und einer rechtzeitigen Reservierung gut meistern. Die seit vielen Jahren gepflegte partnerschaftliche Zusammenarbeit mit unseren Lieferanten erwies sich dabei als sehr wertvoll», freut sich Horschig.

Schnell ans Ziel mit cleveren Logistiklösungen

Der effiziente und wirtschaftliche Transport zählt zu den Eckpfeilern der TGW- Firmenphilosophie. Aus dem Produktionsbetrieb im Ursprungsland gelangen die Blumen und Pflanzen in klimatisierten Fahrzeugen (3,5 bis 40 t) ins Logistikzentrum in Wangen. Nur wenige Stunden später treten sie filialkommissioniert die Weiterreise zur Kundschaft in der ganzen Schweiz an. Dazu wird eine enge partnerschaftliche Zusammenarbeit mit Transportunternehmen gepflegt. Nur so können selbst grosse saisonale Schwankungen bewältigt werden. Eine ausgeklügelte Inhouse-Verzollungsplattform garantiert, dass kein Lkw auf dem Weg vom Ursprungsland zu TGW an der Grenze im Stau stehen muss. «Die Zollformalitäten wickeln wir als zugelassener Empfänger und zugelassener Versender direkt vor Ort in Wangen ab – jährlich sind dies über 5000 Zolldeklarationen», berichtet Horschig. 

Mit dem Wareneingang erfolgt bei TGW eine erste Qualitätsprüfung. Für jeden Artikel ist eine entsprechende Produkt­spe­zi­fikation hinterlegt. Neben der Prüfung des Produktes werden zur Qualitätssicherung auch weitere Parameter wie Etikettierung, Transportschäden und Eingangstemperatur erhoben. Mithilfe von Cool-Chain-Datenloggern kann die Einhaltung der Kühlkette jeder Sendung exakt nachverfolgt werden. «Die Lieferzuverlässigkeitsprüfung ist ein wichtiger Bestandteil unseres Lieferantenmanagements», erklärt Horschig. «Wir erfassen die Qualitätssicherung der Ware vom Wareneingang bis zur Auslieferung in unserem System und können so die Lieferanten zeitnah, direkt und unkompliziert über etwaige Mängel informieren.»

Modernes Logistikzentrum

Das innovative Logistikzentrum, das 2012 bezogen wurde, bietet eine auf die Bedürfnisse von Blumen und Pflanzen perfekt abgestimmte Infrastruktur. Auf einer Gesamtfläche von 23 000 m² findet sich u. a. eine Verarbeitungs- und Umschlagsfläche mit acht klimatisierten Sektoren (siehe Kasten). Es ist ein geschlossener Kühlkreis inklusive Temperaturüberwachung vorhanden. «Die Lagerbewirtschaftung gehört zur Kernkompetenz von TGW. Unsere modernen Lagerplätze garantieren eine optimale Aufbewahrung und Pflege der Blumen und Pflanzen», sagt Horschig. Dank des modernen Lagerbewirtschaftungssystems sei die bestmögliche Lagerung der täglich eingehenden bis zu 1000 Europaletten an Blumen und Pflanzen garantiert. 

In der Logistikhalle herrscht inmitten von Blumen und Pflanzen reger Betrieb. Gearbeitet wird in der Hauptsaison von März bis Juni im Schichtbetrieb während 24 Stunden und sieben Tagen die Woche. Über 30 Millionen Verkaufseinheiten werden in den klimatisierten Abpackhallen kommissioniert und bis zur verkaufsfertigen Ware konfektioniert.

«Wir erhalten von unseren Kunden jeweils am Morgen bis 10 Uhr über unser System die Bestellungen übermittelt. Noch am selben Tag erfolgt die Lieferung an die erwünschte Verteilzentrale», erklärt Horschig. Für die Filialen einer Schweizer Agrargenossenschaft werden die Bestellungen zudem bereits in der Nacht gerüstet und ab 5 Uhr morgens filialkommissioniert ausgeliefert. Ob Rosen aus Ecuador, Sommerblüher aus Schweizer Gärtnereien oder aromatische Kräuter aus Italien – nur wenige Stunden nach dem Eingang bei TGW lassen sich diese Waren verkaufsfertig konfektioniert in den schweizweiten Filialen von Grossverteilern, Discountern und Detaillisten finden. |

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Im Fokus stehen gesamtheitliche Konzepte, für resiliente, hitzemindernde und wassersensible Freiraumgestaltung. Der Lehrgang zur Fachperson Vegetationstechnik in der Klima- und Schwammstadt (6 ECTS) dauert 12 Monate (inkl. Projektarbeit). Die 24 Präsenztage fallen voraussichtlich auf den Donnerstag. Der Unterricht findet von 9 bis16 Uhr statt (6 Lektionen à 45 Minuten). Kosten: Fr. 5900.–.
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Fachvorträge zu aktuellen Themen wie Anpassung der Sportrasenpflege an den Klimawandel, Bekämpfung des Japankäfers mit Nematoden sowie neue Aufbauten im Sportplatzbau. Das Nachmittagsprogramm dreht sich um konkrete Praxisanwendungen und innovative Entwicklungen rund um die Sportrasenpflege. Die Teilnehmerzahl ist auf 140 beschränkt. Die Kurskosten betragen 129 Franken.
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Grösste europäischen Baumpflegefachtagung mit 40 Fachvorträgen sowie praktischen Demonstrationen. Die Zukunft der Veteranenbäume/Uraltbäume ist ebenso ein Thema wie Baumdiagnostik mit 3D-Scanning und KI oder die Haftung für Schäden durch Baumwurzeln. Am zweiten Tag steht die Obstgehölzpflege im Mittelpunkt, inkl. Praxisvorführungen zum Obstbaumschnitt im Aussengelände. Einige Vorträge widmen sich den Baumkrankheiten und Schädlingen: Berichtet wird sowohl über Erfolge bei der Bekämpfung von Schadorganismen wie dem Asiatischen Laubholzbockkäfer als auch über neu entstandene Probleme, darunter der Japankäfer und das Blausieb sowie ein neuartiges Eichensterben. Die Ergebnisse der Veitshöchheimer Studie «Lebensraum Stadtbaum – Artenvielfalt in den Kronen heimischer und nicht-heimischer Baumarten» sind ein weiteres aktuelles Thema, das an der Baumpflegefachtagung aufgegriffen wird.  Kosten: Teilnahme gesamter Kongress, drei Tage: 460 Euro, zwei Tage: 365 Euro, ein Tag 265 Euro. Ermässigter Eintritt für Lernende und Studierende: 50%.  

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Angebotsfrist: 05.05.2025
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Angebotsfrist: 05.05.2025