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Das grosse Buch der Gärtnerinnen und Gärtner

Die 100 spannendsten Betriebe in Deutschland, Österreich und der Schweiz werden in einem als Reiseführer konzipierten Bildband präsentiert und als Quellen der Gartenkultur dargestellt. «Das grosse Buch der Gärtnerinnen und Gärtner» wurde beim Deutschen Gartenbuchpreis 2021 mit dem 1. Platz in der Kategorie «Bester Garten-Reiseführer» ausgezeichnet.

Die Gartenbuchautorin Anja Birne und die Fotografin Marion Nickig stellen ihr persönliches Best-of spannender Gärtnereien vor. Die Betriebe sind handverlesen. Das Kompendium ist nach Tausenden Kilometern Recherchefahrten entstanden. Alles Betriebe, die sich mit traditioneller Handarbeit der Pflanzenvielfalt und Qualität, dem Naturschutz und Sinn für Schönheit in historischen und modernen Gärten verpflichtet sehen. Die meisten der auf knapp 300 Seiten mit 1000 Abbildungen vorgestellten Gärtnereien sind in Deutschland zu finden. Dazu zählen Betriebe, die die Tradition grosser Staudenzüchter wie Karl Foerster (1874–1970) und Ernst Pagels (1913–2007) weiterführen. Die Gärtnerei Mühring in Westoverledingen wird als die Adresse für Pflanzenverwender mit dem umfangreichsten Pagels-Sortiment vorgestellt. Elf Betriebe aus Baden Württemberg finden sich im Best-of, darunter so bekannte Betriebe wie die Gärtnerei Hügin in Freiburg und die Staudengärtnerei Gräfin von Zeppelin in Sulzburg-Laufen. Über die Grenzen von Bayern hinaus bekannt ist die Staudengärtnerei Gaissmayer in Illertissen, die ebenfalls nicht fehlen darf, ebenso wie Sarastro-Stauden von Christian Kress in Ort im Innkreis in Österreich. 

In den Band geschafft haben es auch drei Schweizer Gärtnereien. Die Abweichung von der Norm ist der Staudengärtnerei von Xavier Allemann in Cormérod am Namen Lautrejardin abzulesen. Wie der Leser erfährt ist l’autre jardin – der andere Garten –  und sein Sortiment inspiriert vom Schaugarten von Mien Ruys (1904–1999) und dem naturnahen und experimentellen Garten Priona von Henk Gerritsen in den Niederlanden. Die Gunst der Lage in einer waldartigen Kulisse einer alten Rhododendron-Baumschule in Rifferswil bestimmt das Sortiment der von Elisabeth Jacob und Fredy Ungricht geführten Staudengärtnerei Blattgrün – Gärtnerei im Park. Ein Schwerpunkt im Sortiment sind Schattenstauden für trockene Standorte. Der Landschaftsarchitekt und die in Staudenkreisen bestens vernetzte Staudengärtnerin und Fachjournalistin teilen ihre Leidenschaft für Farne und seltene Blütenpflanzen – und neu auch für exotische Ingwergewächse. Ausgewählte Pflanzenkombinationen werden in Schaubeeten erprobt und präsentiert. Der Reiseführer macht Halt bei einer weiteren Schweizer Spezialitätengärtnerei. In Münchwilen trifft der Leser auf den gelernten Forstwirt Ernst Bieri, der seit 2009 den Garten Bieri führt. Bieri, der den Lehrgang «Gestalten mit Pflanzen» an der Gartenbauschule Oeschberg absolvierte, hat sich spezialisiert auf Sumpf- und Wasserpflanzen. 

Ergänzt mit den schönsten Gartenmärkten, Bezugsquellen für Saatgut und Blumenzwiebeln, hochwertigem Gartenzubehör, Gartenschulen und Museen rund um die Gartenkultur lädt das Buch zu einer Gartenreise zu den Quellen der Gartenkultur ein.  
Anja Birne (Text), Marion Nickig (Fotos), Das grosse Buch der Gärtnerinnen und Gärtner, Das gesammelte Gartenwissen aus 100 interessanten Gärtnereien 2021. 256 Seiten, ca. 1000 Farbfotos, drei Karten 26 x 28 cm, gebunden Fr. 53.90
ISBN: 978-3-7667-2526-4

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Im Fokus stehen gesamtheitliche Konzepte, für resiliente, hitzemindernde und wassersensible Freiraumgestaltung. Der Lehrgang zur Fachperson Vegetationstechnik in der Klima- und Schwammstadt (6 ECTS) dauert 12 Monate (inkl. Projektarbeit). Die 24 Präsenztage fallen voraussichtlich auf den Donnerstag. Der Unterricht findet von 9 bis16 Uhr statt (6 Lektionen à 45 Minuten). Kosten: Fr. 5900.–.
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