
In Zukunft werden wir vermutlich lernen, Pflanzen anders zu sehen und zu schätzen: Ungeplanter Schachtelhalm zusammen mit Anemonen und Eichenblättriger Hortensie.

In unbeeinflussten Ökosystemen wie diesem Waldboden spielen abiotische wie biotische Faktoren eine Rolle. Diese Vegetation in einer neu geschaffenen Gartensituation zu kopieren, ist nicht möglich.

Wann ist der natürliche Prozess abgeschlossen? Cirsium oleraceum und C. rivulare bilden Bastarde in einer natürlichen Umgebung.

Invasive Neophyten unter sich. Wir müssen uns fragen, warum solche Standorte nicht von heimischen Pflanzen besiedelt werden und wie je nach Situation mit eingewanderten Pflanzen umgegangen werden soll.

Im Mazzinipark in Grenchen wurde eine artenreiche Staudenpflanzung angelegt. Die verschiedenen Arten sind eng miteinander verwoben und sollen wie eine neue Pflanzengesellschaft funktionieren.

Bei dieser Planung im urbanen Raum wurde neben der Baumpflanzung kein anderer Bewuchs eingeplant. Trotz pflanzenfeindlichem Standort hat sich Spontanvegetation eingefunden. Wir können uns nicht aus den bildenden Kräften herauslösen, sondern uns nur als Teil von ihnen verstehen.

Von der Natur inspiriert und im Garten wiesenartig neu interpretiert: heimische und nicht heimische Arten wie Lilium martagon, Anthericum liliago, Gladiolus italicus, Molinia caerulea und Allium cernuum.
Novel Ecosystems – neue Horizonte in der Pflanzenverwendung
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Lehrgang Vegetationstechnik in der Klima- und Schwammstadt
Im Fokus stehen gesamtheitliche Konzepte, für resiliente, hitzemindernde und wassersensible Freiraumgestaltung. Der Lehrgang zur Fachperson Vegetationstechnik in der Klima- und Schwammstadt (6 ECTS) dauert 12 Monate (inkl. Projektarbeit). Die 24 Präsenztage fallen voraussichtlich auf den Donnerstag. Der Unterricht findet von 9 bis16 Uhr statt (6 Lektionen à 45 Minuten). Kosten: Fr. 5900.–.
Weitere Infos und Anmeldung
Sportplatztag
Fachvorträge zu aktuellen Themen wie Anpassung der Sportrasenpflege an den Klimawandel, Bekämpfung des Japankäfers mit Nematoden sowie neue Aufbauten im Sportplatzbau. Das Nachmittagsprogramm dreht sich um konkrete Praxisanwendungen und innovative Entwicklungen rund um die Sportrasenpflege. Die Teilnehmerzahl ist auf 140 beschränkt. Die Kurskosten betragen 129 Franken.
Detailprogramm und Anmeldung
Deutsche Baumpflegetage
Grösste europäischen Baumpflegefachtagung mit 40 Fachvorträgen sowie praktischen Demonstrationen. Die Zukunft der Veteranenbäume/Uraltbäume ist ebenso ein Thema wie Baumdiagnostik mit 3D-Scanning und KI oder die Haftung für Schäden durch Baumwurzeln. Am zweiten Tag steht die Obstgehölzpflege im Mittelpunkt, inkl. Praxisvorführungen zum Obstbaumschnitt im Aussengelände. Einige Vorträge widmen sich den Baumkrankheiten und Schädlingen: Berichtet wird sowohl über Erfolge bei der Bekämpfung von Schadorganismen wie dem Asiatischen Laubholzbockkäfer als auch über neu entstandene Probleme, darunter der Japankäfer und das Blausieb sowie ein neuartiges Eichensterben. Die Ergebnisse der Veitshöchheimer Studie «Lebensraum Stadtbaum – Artenvielfalt in den Kronen heimischer und nicht-heimischer Baumarten» sind ein weiteres aktuelles Thema, das an der Baumpflegefachtagung aufgegriffen wird. Kosten: Teilnahme gesamter Kongress, drei Tage: 460 Euro, zwei Tage: 365 Euro, ein Tag 265 Euro. Ermässigter Eintritt für Lernende und Studierende: 50%.